Hinweise zur Sicherheit und Anwendung
Typhoral® L weist ein günstiges Sicherheitsprofil auf, das sowohl in umfangreichen klinischen Studien als auch durch Erfahrungen nach der Markteinführung bestätigt wurde.2

Typhoral® L darf nicht an Personen verabreicht werden, die überempfindlich gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile sind, die bei einer früheren Einnahme des Produkts eine allergische Reaktion hatten oder die an einer angeborenen oder erworbenen Immundefizienz leiden (einschließlich Personen, die eine immunsuppressive oder antimitotische Therapie erhalten). Personen, die an einer akuten fieberhaften oder akuten gastrointestinalen Erkrankung leiden, sollten die Impfung bis nach der Genesung verschieben.2
Typhoral® L bietet keinen 100-prozentigen Schutz; Geimpfte sollten in Gebieten, in denen Typhus vorkommt, weiterhin die Empfehlungen zur Lebensmittel-, Wasser- und Handhygiene befolgen.2
Typhoral® L-Kapseln enthalten Laktose und Saccharose. Personen mit seltenen erblich bedingten Problemen wie Galaktose-Intoleranz, angeborenem Laktase-Mangel, Glukose-Galaktose-Malabsorption, Fruktose-Intoleranz oder Saccharase-Isomaltase-Mangel sollten diesen Impfstoff nicht einnehmen.2
Die Impfung sollte während und mindestens 3 Tage vor und nach einer Antibiotika- oder antibakteriellen Sulfonamidtherapie verschoben werden (bei Antibiotika mit Langzeitwirkung wie Azithromycin sollte ein längerer zeitlicher Abstand in Betracht gezogen werden). Wenn eine Malariaprophylaxe erforderlich ist, sollte zunächst die Impfung mit Typhoral® L abgeschlossen und nach der letzten Kapsel ein Abstand von ≥ 3 Tagen eingehalten werden, bevor mit der Prophylaxe begonnen wird.
Typhoral® L kann zusammen mit Impfstoffen gegen Gelbfieber, dem Cholera-Impfstoff CVD 103-HgR und dem oralen Polio-Impfstoff verabreicht werden; für eine Wechselwirkung von Typhoral® L mit anderen attenuierten Lebendimpfstoffen liegen keine Daten vor.2
Eine Anwendung während der Schwangerschaft oder Stillzeit sollte nur bei eindeutiger Notwendigkeit erfolgen (z. B. erhöhtes Infektionsrisiko). Es wurden keine Reproduktionsstudien mit Typhoral® L an Tieren durchgeführt. Es ist nicht bekannt, ob Typhoral® L bei Verabreichung während der Schwangerschaft Schäden für den Fötus verursacht oder die Reproduktionsfähigkeit beeinträchtigen kann. Eine systemische Resorption von Ty21a ist nicht zu erwarten und auch ein Übergang in die Muttermilch ist nicht zu erwarten.2
Kühl lagern (2–8 °C) und vor Licht schützen.2