Rabipur®

Über 40 Jahre klinische Erfahrung weltweit mit über 50 klinischen Studien: Rabipur® ist ein führender, bewährter und seit Langem erprobter Impfstoff gegen Tollwut.¹

Patientenbroschüre zum Download

Was ist Rabipur®?

Rabipur® ist der Impfstoff gegen Tollwut für Personen aller Altersgruppen.2

  • Der Impfstoff ist in gereinigten Hühnerfibroblasten-Zellen hergestellt (purified chick embryo cell vaccine, PCECV) mit inaktiviertem Tollwutvirus (Stamm Flury-LEP)2
  • Rabipur® ist für die aktive Immunisierung gegen Tollwut bei Personen aller Altersgruppen2
  • Rabipur® ist geeignet sowohl für die Präexpositionsprophylaxe (PrEP) als auch für die Postexpositionsprophylaxe (PEP)2
Rabipur® kann gegen die Gefahr vor Tollwut schützen – sowohl vor und als auch nach der Exposition

Wofür is Rabipur® geeignet?

Rabipur® eignet sich sowohl für die Präexpositionsprophylaxe (PrEP) als auch für die Postexpositionsprophylaxe (PEP).2

  • PrEP (präexpositionelle Prophylaxe) vereinfacht das PEP (postexpositionelle)-Schema.2
  • Mit einer vollständigen PrEP entfällt die Notwendigkeit einer Tollwut-Immunglobulin (RIG)-Behandlung. Diese steht in einigen Hochrisiko-Ländern, in denen Reisende der Krankheit ausgesetzt sind, möglicherweise nicht zur Verfügung.17

Video-Anleitung zur Rekonstitution

Rabipur® ist ausschließlich zur intramuskulären Anwendung bestimmt:

  • Bei Erwachsenen und Kindern ab 2 Jahren wird der Impfstoff intramuskulär in den M. deltoideus verabreicht.
  • Bei Kindern unter 2 Jahren wird die Injektion in den anterolateralen Bereich des Oberschenkels empfohlen.
In diesem Video finden Sie eine detaillierte Anleitung zur Rekonstitution und Vorbereitung von Rabipur® (Tollwutimpfstoff inaktiviert) zur intramuskulären Injektion, bestehend aus Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung in einer Fertigspritze.

Wirksamkeitsdaten

  • Die Immunogenität, Wirksamkeit und Sicherheit von Rabipur® wurden in mehr als 50 klinischen Studien in Europa, Nordamerika und Asien untersucht.1
  • Rabipur® zeigte eine gute Wirksamkeit und Verträglichkeit in verschiedenen Populationen:
    • Gesunde Erwachsene und Kinder
    • Teilnehmer mit Bissverletzungen durch laborbestätigt tollwütige Tiere
    • unterernährte Kinder
    • immungeschwächte Teilnehmer1
  • Die Immunogenität und gute Verträglichkeit wurden sowohl für PEP- als auch für PrEP-Impfungen nachgewiesen.1

40

Über 40 Jahre klinische Erfahrung weltweit

48

48 Monate Haltbarkeit

50+

über 50 klinische Studien

100%

100 % der Todesfälle durch Tollwut sind durch Impfung vermeidbar.

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Rabipur® als PrEP und PEP2

  • PrEP (präexpositionelle Prophylaxe) vereinfacht das PEP (postexpositionelle)-Schema.2
  • Mit einer vollständigen PrEP entfällt die Notwendigkeit einer Tollwut-Immunglobulin (RIG)-Behandlung. Diese steht in einigen Hochrisiko-Ländern, in denen Reisende der Krankheit ausgesetzt sind, möglicherweise nicht zur Verfügung.17

 

PrEP

  • Eine PrEP-Impfung mit Rabipur® macht die Gabe von Tollwut-Immunglobulin (das möglicherweise nicht rasch verfügbar ist) bei Personen mit erforderlicher klinischer Versorgung nach möglichem Tollwutkontakt unnötig.3

 

PEP

  • Eine PEP-Impfung kann zur Vorbeugung des Ausbruchs einer Tollwuterkrankung gegeben werden, solange sich keine klinischen Symptome entwickelt haben.2
  • Gemäß den Empfehlungen der WHO kann dem Ausbruch einer Tollwuterkrankung nach möglichem Kontakt mit einem tollwütigen Tier folgendermaßen vorgebeugt werden:18
    • gründliche Wundreinigung und lokale Behandlung so bald wie möglich nach dem Kontakt
    • Behandlung mit einem potenten und wirksamen Tollwutimpfstoff gemäß WHO-Standard, z.B. Rabipur®
  • Behandlung mit Tollwut-Immunglobulin, falls indiziert.

Dosierung

 

Überblick über das PrEP Schema

KONVENTIONELL:
Bietet eine aktive Immunisierung für alle Altersgruppen mit einem konventionellen präexpositionellen, intramuskulären (IM) Schema (Tag 0, 7, 21 oder 28).*

SCHNELL:
Auch als Schnell-Schema mit 3 Dosen nach 0, 3 und 7 Tagen (IM) für immunkompetente Erwachsene von 18 bis 65 Jahren anwendbar, die einen schnellen Schutz benötigen.*

ALTERNATIV:
Bei immunkompetenten Personen aller Altersgruppen kann alternativ ein IM-Schema mit 2 Dosen (Tag 0 und 7) angewendet werden, wenn ein schneller Schutz erforderlich ist.*

Überblick über das PEP-Schema und Auffrischungsimpfung

  • Rabipur® kann zusammen mit Immunglobulin (RIG) auch zur postexpositionellen Prophylaxe als 4- oder 5-Dosen-Schema (IM) verwendet werden, um Todesfälle zu verhindern.¹
  • Eine Auffrischungsimpfung alle 2–5 Jahre ist allgemein empfohlen (konventionelles und alternatives PrEP-Schema). Der Zeitpunkt für eine Auffrischung nach dem Schnell-Schema wurde noch nicht festgelegt.¹

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Häufige/sehr häufige Nebenwirkungen in klinischen Studien2*

  • Sehr häufig: Kopfschmerzen, Schwindel, Hautausschlag, Unwohlsein, Ermüdung, Asthenie, Fieber, Reaktionen an der Injektionsstelle
  • Häufig: Lymphadenopathie, Appetit vermindert, Übelkeit, Erbrechen, Diarrhoe, Abdominalschmerz/abdominale Beschwerden, Urtikaria, Myalgie, Arthralgie

*Sehr häufig = ≥ 1/10, häufig = ≥ 1/100

 

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung2

  • Möglicherweise wird nicht bei allen Personen eine schützende Immunantwort hervorgerufen.
  • Personen mit akuten, behandlungsbedürftigen Erkrankungen sollten frühestens 2 Wochen nach Genesung geimpft werden.
  • Banale Infekte sind keine Kontraindikation zur Impfung.
  • Es liegen Berichte über das Auftreten von anaphylaktischen Reaktionen, einschließlich anaphylaktischer Schock, nach Impfung mit Rabipur® vor. Wie bei allen zu injizierenden Impfstoffen müssen für den Fall seltener anaphylaktischer Reaktionen nach Verabreichung des Impfstoffs immer geeignete Sofortmaßnahmen zur Behandlung und Überwachung zur Verfügung stehen.
  • Enzephalitis und Guillain-Barré-Syndrom sind in einem zeitlichen Zusammenhang mit der Verabreichung von Rabipur® berichtet worden. Eine Entscheidung gegen die Fortsetzung der Impfung muss sorgfältig gegen das Risiko des Patienten abgewogen werden, an Tollwut zu erkranken.
  • Rabipur® darf unter keinen Umständen intraglutäal oder subkutan injiziert werden, da hierdurch möglicherweise nicht zuverlässig eine ausreichende Immunantwort erzielt werden kann. Nicht intravasal injizieren.
  • Angstbedingte Reaktionen, z.B. Synkope oder Hyperventilation, können als psychogene Antwort auf die Nadelinjektion auftreten. Es sind Vorkehrungen zu treffen, um Verletzungen durch Bewusstlosigkeit zu verhindern.

 

Hinweise für Schwangerschaft und Stillzeit2

  • Rabipur® kann für die präexpositionelle Prophylaxe während der Schwangerschaft oder Stillzeit verabreicht werden, wenn der potentielle Nutzen größer erscheint als ein mögliches Risiko für den Fötus/das Kind.
  • Rabipur® kann an Schwangere verabreicht werden, wenn eine postexpositionelle Prophylaxe erforderlich ist.

 

Gegenanzeigen2

  • Präexpositionelle Prophylaxe (PrEP): Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile des Impfstoffs, einschließlich Hühnerei, Hühnereiweiß, Rindergelatine, Neomycin, Chlortetracyclin und Amphotericin B Akute Erkrankung
  • Postexpositionelle Prophylaxe (PEP): keine

 

Unerwünschte Ereignisse (Adverse Events)

Sicherheit und Verträglichkeit von Rabipur®,2

  • Rabipur® ist im Allgemeinen gut verträglich.
  • In klinischen Studien und nach Markteinführung waren die am häufigsten gemeldeten Nebenwirkungen: Kopfschmerzen, Schwindel, Hautausschlag, Unwohlsein, Ermüdung, Asthenie, Fieber, Reaktionen an der Injektionsstelle – Schmerzen (30–85%) oder Verhärtung (15–35%). Die meisten Reaktionen an der Injektionsstelle waren nicht schwerwiegend und bildeten sich binnen 24 bis 48 Stunden zurück.

Wichtigste Ergebnisse PrEP und PEP

PrEP

  • Eine intramuskuläre Verabreichung von Rabipur® führte bei allen Teilnehmern (im Alter von 2–37 Jahren) bis Tag 28 zu ausreichenden Konzentrationen von Tollwutvirus-neutralisierenden Antikörpern (rabies virus neutralising antibodies, RVNA).*4-6
  • Ausreichende RVNA-Konzentrationen hielten nach einer PrEP mit Rabipur® bei allen Teilnehmern (im Alter von 21–37 Jahren) 2 Jahre lang an.4
PEP

  • Die Verabreichung von Rabipur® führte, unabhängig vom verwendeten Impfschema,† bei allen Teilnehmern (im Alter von 2–78 Jahren) bis Tag 14 zu einer ausreichenden RVNA-Konzentration (definiert als RVNA > 0,5 I.E./ml)*1,7–10
  • Die verfügbaren Daten zeigen eine Immunogenität durch Rabipur® bei verschiedenen Populationen, einschließlich Kinder ab einem Alter von 12 Monaten und auch unterernährte Kinder.5,11–15

 

*Die WHO empfiehlt eine Konzentration spezifischer Antikörper von 0,5 I.E./ml als Nachweis einer ausreichenden Immunantwort nach Impfung.16 Es gibt jedoch keinen spezifischen RVNA-Wert, der beim Menschen als „Schutz“ gegen Tollwut anerkannt ist. 

†Essen-Impfschema, Zagreb-Impfschema oder intradermale Applikation

 

Weitere Informationen

30. September 2025

  1. Giesen A et al. Expert Rev. Vaccines 2015;14(3):351–367.
  2. Fachinformation Rabipur, Stand Oktober 2024: Rabipur Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung in Fertigspritze. https://www.fachinfo.de/fi/detail/020825/rabipur-pulver-und-loesungsmittel-zur-herstellung-einer-injektionsloesung-in-fertigspritze
  3. Center for Disease Control. Yellow Book. Chapter 3. 2018. https://wwwnc.cdc.gov/travel/yellowbook/2018/infectious-diseasesrelated-to-travel/rabies, letzter Zugriff August 2025. https://wwwnc.cdc.gov/travel/yellowbook/2018/infectious-diseasesrelated-to-travel/rabies
  4. Dreesen et al. Vaccine 1989;7:397–400.
  5. Lumbiganon et al. Asian Pac J Allergy Immunol 1989;7:99–101.
  6. Briggs et al. Vaccine 2000;19:1055–60.
  7. Briggs et al. Bull World Health Organ 2000;78:693–8.
  8. Liu et al. Hum Vaccin 2011;7:220–4.
  9. Rupprecht CE et al. In:. Plotkin, Walter A. Orenstein, Paul A. Offit, Kathryn M. Edwards, Plotkin's Vaccines (Seventh Edition), Elsevier, 2018, pp. 918-942.
  10. Vodopija et al. Vaccine 1986;4:245.
  11. Kamoltham et al. Adv Prev Med 2011;2011:403201.
  12. Pengsaa et al. Pediatr Infect Dis J 2009;28:335–7.
  13. Sampath et al. Vaccine 2005;23:1102–5.
  14. Sehgal et al. Indian Pediatr 1994;31:133–7.
  15. Shanbag et al. Hum Vaccin 2008;4:365–9.
  16. Briggs et al. 2011. Aufrufbar unter: http://whqlibdoc.who.int/publications/2011/9789241501088_eng.pdf http://whqlibdoc.who.int/publications/2011/9789241501088_eng.pdf
  17. Henry RE, et al. A country classification system to inform rabies prevention guidelines and regulations. JTM, 2022, 29(4): taac046. doi: 10.1093/jtm/taac046
  18. Weltgesundheitsorganisation (World Health Organization, WHO). Guide for rabies pre and post exposure prophylaxis in humans. Aufrufbar unter: https://www.who.int/rabies/PEP_Prophylaxis_guideline_15_12_2014.pdf, letzter Zugriff August 2025. https://www.who.int/rabies/PEP_Prophylaxis_guideline_15_12_2014.pdf