IMVANEX®

DER EINZIGE ZUGELASSENE IMPFSTOFF GEGEN MPOX IN DEUTSCHLAND.1

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Was ist IMVANEX®?

IMVANEX® ist zugelassen zur aktiven Immunisierung gegen eine durch Pocken-, Mpox- sowie Vacciniaviren hervorgerufene Erkrankung bei Personen ab 12 Jahren.1

IMVANEX® wird als 0,5 ml Suspension in einer Durchstechflasche (Typ-I-Glas) mit Stopfen (Brombutylgummi) in folgenden Packungsgrößen bereitgestellt:

  • 1 Einzeldosis-Durchstechflasche (PZN 18656037)
  • 10 Einzeldosis-Durchstechflaschen (PZN 19382004).¹

Haltbarkeit: 3 Jahre bei -20 °C (± 5 °C) oder 2 Monate bei 2-8 °C. Der Impfstoff darf nach dem Auftauen nicht wieder eingefroren werden.1

Mehr zu den Lieferbedingungen u.a. zum Kühlversand bei -20 Grad erfahren sie hier https://bn-url.com/imvanex-bestellung 

Imvanex packshot

Wofür ist IMVANEX®?

IMVANEX® wurde von der europäischen Arzneimittel-Agentur 2013 zugelassen zur aktiven Immunisierung gegen eine durch Pocken hervorgerufene Erkrankung bei Erwachsenen. Im Juli 2022 wurde die Indikation zur aktiven Immunisierung gegen Mpox- sowie Vacciniaviren bei Erwachsenen ab 18 Jahren erweitert und im Oktober 2024 wurde IMVANEX® für Personen ab 12 Jahren zugelassen.1 IMVANEX® ist geeignet für immungeschwächte Erwachsene (z. B. HIV-positive Personen, Patient:innen, die eine immunsuppressive Therapie erhalten).1

 

Wie wird IMVANEX® verabreicht?

Für Personen ohne vorherige Impfung gegen Pocken-, Affenpocken oder Vacciniaviren:1

Durch subkutane Injektion, vorzugsweise in den Oberarm.

Bei einmaliger Impfung kann für die Personen weiter das Risiko einer Mpox-Infektion bestehen.2,3

 

AUFFRISCHUNGSIMPFUNG1

  • Falls eine Auffrischungsdosis für notwendig gehalten wird, soll eine Einzeldosis von 0,5 ml verabreicht werden.
  • Zur Bestimmung des geeigneten Zeitpunkts für die Gabe von Auffrischungsdosen liegen keine hinreichenden Daten vor.
  • Immungeschwächte Patient:innen (z. B. Pat. mit einer HIV-Infektion, Patient:innen unter Immunsuppressiva), die zuvor bereits gegen Pocken-, Affenpocken- oder Vacciniaviren geimpft wurden, erhalten zwei Auffrischungsdosen.
  • Die zweite Auffrischungsimpfung darf nicht früher als 28 Tage nach der ersten Auffrischungsdosis erfolgen.1

Zwei Dosen reduzierten das Risiko einer Mpox-bedingten Hospitalisierung um 80%. Dies hatte eine Beobachtungsstudie zwischen Mai 2022−Mai 2023 in den USA ergeben, verglichen zu Personen, die nicht gegen Mpox geimpft sind. Es ergab sich eine geschätzte Risikoreduktion mit einer Dosis von 73 %.1,7

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Wirkungsmechanismus

Bei Mpox handelt es sich um eine Zoonose, jedoch ist die Übertragung von Mensch zu Mensch vor allem bei engem Kontakt ebenfalls möglich.4 Man unterscheidet zwei genetisch unterschiedliche Kladen, I und II.5

Die Diagnostik, Behandlung und auch die Indikation zur Impfung unterscheiden sich zwischen Klade I und II bislang nicht.6

Es wird davon ausgegangen, dass die verfügbaren Impfstoffe auch gegen beide Kladen wirksam sind.6

Klade I (a & b) Klade IIa Klade IIb
Hauptsächlich in Zentralafrika5 Hauptsächlich in Westafrika5 Weltweit6

 

Wirksamkeitsdaten

NACHGEWIESENE WIRKSAMKEIT IN DER PRAXIS

In Real-World-Beobachtungsstudien, die an Personen durchgeführt wurden, die (gemäß den lokalen Empfehlungen) für eine Impfung geeignet waren, wurde die Wirksamkeit des Impfstoffs gegen Mpox mindestens 14 Tage nach der Impfung gezeigt, wobei die adjustierten Schätzungen der Impfstoffwirksamkeit nach einer IMVANEX®-Dosis zwischen 35 % (95 %-KI, −2 – 59) und 89 % (95 %-KI, 76 – 95) und nach zwei IMVANEX®-Dosen zwischen 66 % (95 %-KI, 47 – 78) und 90 % (95 %-KI, 86 – 92) lagen.1

 Impfstoffwirksamkeit von 2 Dosen mindestens 14 Tage nach der Impfung.¹

Beachten Sie, dass dieses Diagramm nur die Fachinformationsdaten von IMVANEX® für zwei Dosen zeigt.
Die Wirksamkeitsdaten für eine Dosis finden Sie in der Fachinformation.

† PEP, die ≤14 Tage nach der Exposition verabreicht wird, sofern relevant.
†† Durch subkutane Verabreichung.
¶ Umfasst sowohl die subkutane als auch die intradermale Verabreichung.
[ ] gibt 95% Konfidenzintervalle an.

90%

Impfstoffwirksamkeit nach 2 Dosen mindestens 14 Tage nach der Impfung¹

2 Dosen

reduzierten das Risiko einer Mpox-bedingten Hospitalisierung um 80%¹’⁷

Für wen ist die Impfung empfohlen?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung mit IMVANEX® für Personen mit erhöhtem Risiko, sich mit dem Mpox-Virus zu infizieren. Dazu zählen z.B. Männer ab 18 Jahren, die Sex mit Männern haben und dabei häufig die Partner wechseln, Trans- und nicht-binäre Personen mit vergleichbarem Risikoverhalten, Sexarbeitende und Laborpersonal, das mit Orthopockenmaterial arbeitet.

Darüber hinaus kann die Impfung auch nach einem Kontakt mit dem Virus sinnvoll sein – als sogenannte Postexpositionsprophylaxe. Sie sollte möglichst innerhalb von 14 Tagen nach dem ersten Kontakt erfolgen, solange keine Symptome aufgetreten sind. So kann die Erkrankung verhindert oder zumindest deren Verlauf deutlich abgeschwächt werden.8

Alle Details zur Impfempfehlung finden Sie hier auf der STIKO-Seite des Robert Koch-Instituts: RKI – Schutzimpfung gegen Mpox

IMVANEX® HAT EIN GUT VERTRÄGLICHES SICHERHEITSPROFIL

Die Sicherheit von IMVANEX® wurde in 20 klinischen Studien in verschiedenen Populationen untersucht.1

  • Real-World-Daten von fast 1 MILLION DOSEN bestätigen ein gut verträgliches Sicherheitsprofil.1,9
  • Zu den häufigsten Nebenwirkungen (>1/10) an der Injektionsstelle gehören Schmerzen, Erythem, Schwellung, Induration und Pruritus. Darüber hinaus treten häufig systemische Reaktionen wie Myalgie, Übelkeit und Kopfschmerzen auf.1

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung1

Es ist möglich, dass nicht bei allen Impflingen eine vollständige protektive Immunantwort hervorgerufen wird.
Zur Bestimmung des geeigneten Zeitpunkts für die Gabe von Auffrischungsdosen liegen keine hinreichenden Daten vor.
Eine vorherige Impfung mit IMVANEX® kann die Hautreaktion auf nachfolgend verabreichte replikationskompetente Pockenimpfstoffe verändern und dazu führen, dass die Hautreaktion abgeschwächt wird oder ganz ausbleibt, siehe Fachinformation Abschnitt 5.1.

Überempfindlichkeit und Anaphylaxie

Wie bei allen Impfstoffen zur Injektion müssen für den seltenen Fall von anaphylaktischen Reaktionen auf die Impfstoffgabe jederzeit die Voraussetzungen für eine geeignete medizinischen Behandlung und Überwachung gegeben sein.¹

Gleichzeitige Erkrankung

Die Immunisierung soll bei Personen mit einer akuten schweren fieberhaften Erkrankung oder akuten Infektion verschoben werden. Bei Vorliegen einer leichten Infektion und/ oder von leichtem Fieber muss die Impfung nicht verschoben werden.¹

Menschen mit atopischer Dermatitis

Bei Menschen mit atopischer Dermatitis bildeten sich nach der Impfung in verstärktem Maß örtliche und allgemeine Reaktionen aus (siehe Fachinformation Abschnitt 4.8).

Immunsupprimierte Personen

Bei HIV-infizierten Personen mit CD4-Zahlen ≥ 100 Zellen/μl und ≤ 750 Zellen/μl wurden Daten erhoben. Diese belegen bei HIV-infizierten Personen eine geringere Immunantwort gegenüber Gesunden (siehe Fachinformation Abschnitt 5.1). Zur Immunantwort auf IMVANEX® bei anderen immungeschwächten Personen liegen keine Daten vor.

Die Anwendung zweier Dosen von IMVANEX® im Abstand von 7 Tagen führte zu geringeren Immunantworten und einer etwas stärker ausgeprägten örtlichen Reaktogenität als zwei im Abstand von 28 Tagen verabreichte Dosen. Daher sind Dosierungsintervalle von weniger als 28 Tagen zu vermeiden.

Impfangstbedingte Reaktionen

Impfangstbedingte Reaktionen, einschließlich vasovagaler Reaktionen (Synkope), Hyperventilation oder stressbedingter Reaktionen, können in Verbindung mit der Impfung als psychogene Reaktion auf die Injektion auftreten. Es ist wichtig, dass Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, um Verletzungen durch Ohnmacht zu vermeiden.

Natriumgehalt

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis, d. h., es ist nahezu „natriumfrei“.

Schwangerschaft

Bisher liegen nur sehr begrenzte Erfahrungen (weniger als 300 Schwangerschaftsausgänge) mit der Anwendung von IMVANEX® bei Schwangeren vor. Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität. Aus Vorsichtsgründen soll eine Anwendung von IMVANEX® während der Schwangerschaft vermieden werden. Die Verabreichung von IMVANEX® während der Schwangerschaft soll nur in Betracht gezogen werden, wenn der potenzielle Nutzen jedwedes potentielle Risiko für Mutter und Fötus überwiegt.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob IMVANEX® in die Muttermilch übergeht. Aus Vorsichtsgründen soll eine Anwendung von IMVANEX® während der Stillzeit vermieden werden. Die Verabreichung von IMVANEX® während der Stillzeit soll nur in Betracht gezogen werden, wenn der potentielle Nutzen jedwedes potenzielle Risiko für Mutter und Kind überwiegt.

Gegenanzeigen¹

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile (Trometamol, Natriumchlorid, Wasser für Injektionszwecke) oder gegen Restspuren (Hühnerprotein, Benzonase und Gentamicin und Ciprofloxacin).

Imvanex®-Ressourcen

Hier finden Sie die neuesten Updates und Informationen zu Imvanex®

Weitere Informationen

30 de September de 2025

  1. IMVANEX® Fachinformation, Stand Oktober 2024. https://www.fachinfo.de/fi/pdf/024141/imvanex-injektionssuspension
  2. Ghazy RM, et al. Vaccines (Basel). 2023;11(11):1708.
  3. Isaacs SN, et al. UpToDate. 2024.
  4. Infektionsschutz.de. Mpox. https://www.infektionsschutz.de/infektionskrankheiten/krankheitsbilder/mpox/
  5. RKI. Mpox RKI Ratgeber. https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Publikationen/RKI-Ratgeber/Ratgeber/Ratgeber_Mpox.html?nn=16904216
  6. RKI. Mpox in Deutschland. https://www.rki.de/DE/Themen/Infektionskrankheiten/Infektionskrankheiten-A-Z/M/Mpox/Mpox-in-Deutschland.html
  7. Schildhauer S, et al. MMWR. 2023;72(36):992–996.
  8. RKI. Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Schutzimpfung gegen Mpox. https://www.rki.de/SharedDocs/FAQs/DE/Impfen/Mpox/FAQ-Liste_gesamt.html
  9. Duffy J, et al. MMWR. 2022;71(49):1555–1559.