Die WHO empfiehlt die Erwägung einer Präexpositionsprophylaxe (PrEP) bei Outdoor-Reisen in abgelegene Gebiete mit hohem Tollwutvorkommen, in denen eine sofortige medizinische Versorgung schwierig sein könnte.
Darüber hinaus wird eine PrEP-Impfung für Personen in bestimmten Hochrisikoberufen empfohlen, z.B. Laboranten, die mit lebenden Tollwutviren und mit Tollwut verwandten Viren (Lyssaviren) arbeiten, sowie für Personen die aufgrund ihrer beruflichen oder persönlichen Aktivitäten in unmittelbaren Kontakt mit Fledermäusen, Fleischfressern oder anderen möglicherweise infizierten Säugetieren kommen könnten (z.B. Mitarbeiter der Tierseuchenkontrolle und Wildhüter).
Des Weiteren sollte eine Impfung auch bei Kindern in Betracht gezogen werden, die in abgelegenen Gebieten mit hohem Tollwutvorkommen leben oder solche Gebiete besuchen. Kinder, die mit Tieren spielen, werden möglicherweise heftiger gebissen oder sagen nicht Bescheid, wenn sie gebissen wurden.²