Aktuell gibt es keine spezifische Therapie für eine Chikungunya-Infektion [1,2]. Daher ist das Ergreifen von präventiven Maßnahmen besonders wichtig, um sich vor einer Infektion zu schützen [2,3]. Entscheidend sind die Vermeidung von Mückenstichen und die Eindämmung des Vektors [2].

Fehlende anti-virale Therapie: Vermeidung von Mückenstichen besonders wichtig

Bislang gibt es keine antivirale Therapie gegen das Chikungunya-Virus [1,2]. Im Falle einer Chikungunya-Übertragung als Folge des Stichs einer infizierten tagaktiven Aedes-Mücke ist nur eine symptomorientierte Behandlung möglich, daher sind Präventionsmaßnahmen entscheidend [1,2]. Die wichtigste Maßnahme zur Vermeidung einer Infektion ist der Schutz vor Stichen der tagaktiven Aedes-Mücke [2]. Hierfür eignet sich: Insektenschutzmittel (mit DEET, IR3535 oder Icaridin), das Tragen langer Kleidung (gegebenenfalls mit Permethrin-Behandlung), Fliegengitter an Fenstern und Türen, sowie Moskitonetz [2,3].

Vektorkontrolle: Eindämmung der Chikungunya-Übertragung

Wird eine Chikungunya-Infektion vermutet, ist es wichtig vor allem innerhalb der ersten Erkrankungswoche weitere Mückenstiche zu vermeiden, damit das Virus nicht weiter übertragen wird [2]. Entscheidend ist auch die Eindämmung des Vektors: Die Reduktion der Brutstätten von Stechmücken durch regelmäßige Beseitigung von stehendem Wasser und die Förderung von Programmen zur Moskito-Eindämmung sind wichtige Maßnahmen, um einer starken Ausbreitung entgegenzuwirken [2].

Die Global Arbovirus Initiative zur Bekämpfung von Arboviren

Die WHO fördert die vom Chikungunya-Virus betroffenen Länder, um Maßnahmen zur Identifizierung von Chikungunya-Fällen zu entwickeln und diese aufrecht zu erhalten sowie mit der Umsetzung von Kommunikationsstrategien zur Eindämmung des Vektors [2].

Im Mai 2022 wurde die Global Arbovirus Initiative zusammen mit der Abteilung zur Kontrolle von vernachlässigten tropischen Krankheiten und der Abteilung für Immunisierung, Impfstoffe und Biologika in Kollaboration mit multisektoralen internationalen Partnern gegründet. Ziel ist die Eindämmung von Arboviren wie Chikungunya, Dengue, Gelbfieber und Zika (alle übertragen durch Stechmücken) durch Überwachung, Prävention, Vorbereitung und Forschung [4].

 

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