Was ist FSME?
Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine potenziell lebensbedrohliche Virusinfektion des zentralen Nervensystems, die hauptsächlich durch Zeckenstiche übertragen wird. Das FSME-Virus gehört zur Familie der Flaviviridae.1,2,3,4 Weltweit sind hauptsächlich drei Subtypen des FSME–Virus verantwortlich: der europäische, der sibirische und der fernöstliche Subtyp, jeweils hauptsächlich übertragen durch die Zeckenarten Ixodes ricinus, Ixodes persulcatus und Ixodes ovatus.1
FSME kommt in 27 Ländern Europas vor, auch Österreich ist betroffen.1,3 Das Virus ist in allen österreichischen Bundesländern endemisch, am stärksten betroffen waren in den vergangenen Jahren Oberösterreich und Tirol.5
Österreich ist eines der am stärksten von FSME betroffenen Gebiete Europas.6 Die Inzidenz der FSME sank jedoch in den vergangenen Jahrzehnten aufgrund der hohen Durchimpfungsrate von 85 %.5,6 Die Fallanzahl der Erkrankungen konnte in den vergangenen Jahren durch eine gezielte Informationskampagne mit Impfaktion deutlich gesenkt werden: von 300-700 Fälle pro Jahr vor der jährlichen Impfaktion auf 41-216 Fälle pro Jahr in den vergangenen 40 Jahren.6 In den vergangenen Jahren kam es jedoch vor allem bei nicht vollständig geimpften und ungeimpften Personen wieder zu einem Anstieg der FSME-Fälle.7 FSME ist eine meldepflichtige Erkrankung.
FSME in Europa
- Die Anzahl der FSME-Fälle beim Menschen stieg in den letzten 30 Jahren in allen endemischen Regionen Europas um fast 400%.4
- Der Anstieg der gemeldeten Inzidenzraten wird als Folge eines komplexen Zusammenspiels sozialer und ökologischer Faktoren sowie eines verbesserten medizinischen Bewusstseins und einer fortschrittlicheren Diagnostik angesehen.4,8,9,10,11
Wie wird FSME übertragen?
Das primäre Erregerreservoir sind kleine Nagetiere. Die Übertragung erfolgt durch Zeckenstiche. In seltenen Fällen kann die Infektion auch durch den Verzehr von Rohmilch infizierter Tiere erfolgen.8




